Corona-Virus: Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit ohne Hausbesuche

Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit finden normalerweise im Wohnumfeld statt. Hierzu werden Besuche zuhause oder im Pflegeheim durchgeführt. Wegen des Corona-Virus erfolgt die Begutachtung zur Ermittlung des Pflegegrad ohne Hausbesuch bzw. Heimbesuch. Anstelle von körperlichen Untersuchungen in der Häuslichkeit oder im Pflegeheim gilt jetzt, dass die Gutachterinnen und Gutachter in einer Kombination von Aktenlage und strukturiertem Interview (telefonisch oder digital) mit dem Pflegebedürftigen, einer Pflegeperson oder Pflegekraft und ggf. dem rechtlichen Betreuer entscheiden. Das teilt der Arbeiter-Samariter-Bund mit. Er bezieht sich dabei auf Neuregelungen des Bundesministeriums für Gesundheit. Dies ist eine von mehreren beschlossenen Maßnahmen, um das Infektionsrisiko der Pflegebedürftigen und des Pflegepersonals vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zu verringern.

Das bedeutet konkret, dass die Entscheidung über einen Pflegegrad nunmehr auf Basis vorliegender Unterlagen und Fern-Interviews getroffen wird. Der mit der Ermittlung der Pflegebedürftigkeit befasste Medizinische Dienst führt hierfür keine Haus- und Heimbesuche mehr durch. Aktuelle Informationen zu der Thematik “Corona-Virus und Begutachtung Pflegegrad ohne Hausbesuch” finden Sie auf der Website des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung.

Quelle: https://www.asb.de/application/files/3015/8470/1341/2020-03-19_Festlegungen_Ministergespraech_Pflegeverbaende.pdf

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